Die Trennbankendebatte

In Krisenzeiten müssen alte Strukturen und Geschäftsmodelle neu überdacht werden. Politiker an den wichtigsten Finanzplätzen der Welt haben in vielfältiger Form auf die andauernde Finanzkrise reagiert, und die knapp 100 Jahre alte Trennbankendiskussion wiederbelebt. Eine klare Trennung riskanter Eigenhandelsportfolien von den anvertrauten Einlagen soll die Sicherheit dieser Kundengelder nachhaltig sicherstellen.

Die Frage nach der Umsetzbarkeit von Portfolio-Abtrennungen muss unter logischen, bilanziellen, datenschutzkonformen, organisatorischen und physischen Gesichtspunkten neu bewertet werden. Die Praxis der Ausgliederung in sogenannten Abwicklungsbanken und die Frage nach der Anwendbarkeit der sogenannten Bankentestamente kann längst noch nicht auf eindeutige Antworten, eingeübte Akteure sowie aufsichtsrechtlich anerkannte Vorgehensmodelle zurückgreifen. Der Beitrag beleuchtet vor allem die Machbarkeit von Trennbankbestrebungen in Märkten mit einer gewachsenen Universalbanktradition und den zugehörigen IT- und Leistungsarchitekturen in Individual- oder Standard-Kernbanksysteme.

 

aus Fuchs, Pfitzner: Die Trennbankendebatte –
Herausforderungen für das Private Banking

in Fleischer: Trends im Private Banking 2014, Köln, 2014

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